L U C K Y D A Y
| Sobald wir glauben, über eine
Sache bescheid zu wissen, lassen wir uns oft nicht mehr mit toleranter Aufgeschlossenheit
auf neu Erlebtes ein. Wir bestätigen durch unsere eingefahrene Sichtweise nur noch unser
vorhandenes Urteil. Wir bestätigen das, was wir schon glauben zu wissen. Wird jedoch
unser Vorurteil in nichts bestätigt, ja machen wir sogar eine konträre Erfahrung, so
sind wir tief berührt. Die Arbeit
"Lucky Day" deckt unsere Wahrnehmung als einseitige Illusion durch folgende
Anordnung auf: Der Betrachter ist gezwungen näher heranzutreten, um die eigentliche Handlung wahrnehmen zu können. Sobald sich der Passant auf die Arbeit einläßt und näher an das Sichtfenster herantritt wird für Ihn der gesamte Film einsehbar. Der scheinbare Fernseh-Moderator entpuppt sich als Fixer beim Drogenkonsum. Die Geschichte, die der Mann erzählt, hat nichts mit der Handlung zu tun, die er vollbringt. |