| L a t e N i g h t S h o w |
| T e x t |
| In der Arbeit Late Night Show stellen
die Künstler einen Fernseher aus, an dem eine Videokamera angebracht ist. Auf dem
Bildschirm sind die Künstler in ihrem Wohnzimmer zu sehen, auf den wiederum das Geschehen
im Ausstellungsraum projiziert ist. Dadurch sind die Betrachter nicht nur mit dem Abbild
der Künstler konfrontiert, sondern auch mit ihrem Eigenen. Dem Besucher werden zwei
verschiedene Identifikationspositionen angeboten. Der Beobachter und der Beobechtete. Die Videoinstallation verdeutlich die Vorgehensweise der Künstler bei der Entwicklung einer neuen Arbeit, die durch das Beobachten und die Analyse des Verhaltens der Besucher im Ausstellungsraum entsteht und anschließend in den Ausstellungsraum wieder präsentiert wird. Die Arbeit ist geprägt von Beziehung zwischen Betrachter und Künstler. Der Betrachter wird zum Objekt des Interesses der Künstler und entpuppt sich als Ursprung und Ausgangsmaterial der künstlerischen Arbeiten. Der Besucher befindet sich in einer Situation, in der er gleichzeitig beobachtet und beobachtet wird. In diesem Rückkopplungssystem ist der Besucher kein externer Betrachter mehr, sondern ein Teil des künstlerischen Prozeßes. Jakub Moravek |